Hudson Yards in New York

Mit dem spektakulären Projekt „Hudson Yards“, an der West Side in Midtown Manhatten gelegen, hat sich New York wieder in die allererste Reihe der Metropolen der Architektur-Avantgarde katapultiert. Spürte man nach 9/11 in der Stadt eine gewisse Lähmung, so steht der heutige New York Besucher mit offenem Mund vor unglaublichen Projekten mit bisher nicht gekannten architektonisch wegweisenden Impulsen.

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New York, Hudson Yards

Neben dem Wiederaufbau der Gegend um das zerstörte World Trade Center ist hier das Projekt Hudson Yards zu nennen. Es handelt sich um das teuerste und exklusivste Bauprojekt der USA. Über dem Gelände der Gleisanlagen der Pennsylvania Station, einer Fläche, die ursprünglich für das Olympia Stadion vorgesehen war (New York hat die Bewerbung leider verloren), entstehen 15 Hochhäuser samt Shopping Mall und Kulturzentrum.

Den künstlerischen Mittelpunkt bildet „The Vessel“, eine begehbare, siebzig Meter hohe Skulptur von Thomas Heatherwick, die ungewöhnliche Blicke auf die New Yorker Skyline bietet. Mein Favorit ist „The Shed“: ein außergewöhnliches Kulturzentrum für Ausstellungen und Konzerte. Der absolute Hammer ist jedoch das Gebäude selbst, dass letztes Jahr mit einer speziell von Gerhard Richter für das Museum gefertigten Ausstellung eröffnet wurde. Die komplette Außenhaut des Gebäudes lässt sich verschieben und kreiert somit einen gewaltigen Innen- oder Aussenraum, je nach Bedarf.

Besonders gefällt mir, dass man großen Wert darauf legt, alle Bevölkerungsgruppen an den Angeboten teilhaben zu lassen. Entsprechend bietet man immer einen Teil der Plätze zu niedrigsten Preisen an.

Rudolf Lehner